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Notfallpraxis öffnet ihre Türen am 1. Oktober – Arztruf Hamburg unter 116117 erreichbar

Am 29. September 2017, 12 Uhr, wird die neue Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) am Asklepios Klinikum Harburg (AKH) unter Mitwirkung von Frau Cornelia Prüfer-Storcks, der Hamburger Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, eröffnet. Die Praxis befindet sich direkt gegenüber der Zentralen Notaufnahme des AKH und wird sich ab dem 1. Oktober um die ambulante Behandlung von Patienten kümmern.

Angegliedert an die Notaufnahme und betrieben durch niedergelassene Ärzten und Pflegepersonal des AKH, soll die Praxis die Notaufnahme der Klinik entlasten. Dort werden Patienten behandelt, die keine Notfälle sind. Beinahe die Hälfte der Patienten, die die Notaufnahme aufsuchen, können auch durch hausärztliche Leistungen versorgt werden. Dennoch suchen sie die Notaufnahmen auf. Das führt zur langen Wartezeiten und birgt die Gefahr, dass ernste Notfälle unter Umständen verspätet behandelt werden.

"Wir freuen uns, dass die KVH die Problematik anerkannt hat und in unserem Bezirk das Projekt startet. Wir haben immer betont, dass in Harburg und insbesondere in der Region Süderelbe der Bedarf an ambulanter Versorgung – vor allem durch Hausärzte – nicht gedeckt ist", so Eftichia Olowson-Saviolaki, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz. Die SPD-Politikerin und Hausärztin engagiert sich seit langem für eine bessere medizinische Versorgung in Harburg.

"Häufig kommen Patienten zur Notaufnahme, weil die Wartezeit auf einen Arzttermin oftmals sehr lang ist. Viele Ärzte nehmen inzwischen sogar keine neuen Patienten mehr an. Deshalb haben wir schon im vergangenen Jahr eine Notfallpraxis gefordert. Nun ist es endlich soweit" sagt Claudia Loss stellvertretende Vorsitzende der SPD Fraktion in Harburg.

Ab Oktober wird die Praxis dann Montag, Dienstag und Donnerstag von 18-24h, Mittwoch von 13-24h, Freitag von 17-24h und am Wochenende von 8-24h geöffnet sein. Nach einer medizinischen Ersteinschätzung der Patienten werden dann Fälle, die ambulant zu versorgen sind, dort weitergeleitet.
Neben der Notfallpraxis gibt es auch in ganz Hamburg das Projekt „Arztruf Hamburg“. Unter der Telefonnummer 116117 gewährleistet die KVH kurzfristige ärztliche Hilfe rund um die Uhr an 365 Tagen. Dabei handelt es sich um eine europaweite Notfallnummer. Wer diese Nummer in Hamburg wählt, landet in der Zentrale der KVH. Dort wird von qualifiziertem Personal gewährleistet, dass ein Arzt zum Patienten vor Ort kommt. Bei schwerwiegenden Fälle wird sogar umgehend der Rettungsdienst alarmiert.
„Das Projekt Arztruf Hamburg muss unbedingt der Öffentlichkeit besser bekannt gemacht werden. Die Nummer 112 kennt jeder, doch wird diese leider viel zu oft für nicht so ernste Fälle benutzt. Die 112 ist bei ernsten und lebensbedrohlichen Notfälle zu benutzen. Für die anderen Fälle gibt es die 116117“, appelliert Olowson-Saviolaki.

Jürgen Heimath
Fraktionsvorsitzender
27.09.2017