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Gewalt an Schulen in Harburg

Im Schuljahr 2014/2015 meldeten Hamburger Schulen insgesamt 1.888 Gewaltvorfälle, 315 davon in der Kategorie 1, unter die Straftaten gegen das Leben, Sexualdelikte, Raub oder Erpressung und gefährliche Körperverletzung gehören (siehe Bü-Drs. 21/2109, 21/1599).

Im Bezirk Harburg waren es 23 Fälle. Aber zum Glück hält nicht jeder gemeldete Fall einer Prüfung stand. Bei dem Abgleich von 89 gemeldeten Vorfällen gefährlicher Körperverletzung wurden nur noch acht Fälle bei der Polizei als angezeigte Fälle gefährlicher Körperverletzung geführt.

„Mit einer Quote von 1,16 gemeldeten Vorfällen je 1000 Schüler liegt Harburg noch unter dem hamburgweiten Durchschnitt“, meint die Bezirksabgeordnete Claudia Loss, „dennoch ist jeder Fall ein Fall zu viel. Das darf nicht toleriert werden und wird auch nicht toleriert. Genauso wichtig ist aber auch die Präventionsarbeit. Wir dürfen nicht erst handeln, wenn etwas geschehen ist, sondern setzen auch vorher an. Die Präventionsarbeit in Harburg steht auf festen Füßen.“

Damit bezieht sich die SPD-Politikerin auf einen Vortrag des Jugendbeauftragten der Polizei für die Region Harburg im Ausschuss für Soziales, Bildung und Integration. Der Referent erläuterte das Cop4U-Programm anhand des Polizeikommissariats 46. Das Projekt besteht seit 2002 durch eine Rahmenvereinbarung zwischen der Schulbehörde und der Polizei. Uniformierte Beamte zeigen regelmäßig Präsenz an den Schulen. Dabei ist eine feste Zuteilung von Personen zu Schulen gegeben. Die Beamten sind erster Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Lehrer. Regelmäßige Gespräche und Beratung von Schulleitung und Lehrkräften gehören ebenso zum Aufgabengebiet wie feste Sprechstunden, Teilnahme an Elternabenden und Lehrerkonferenzen. Gerade im Grundschulbereich werden auch eigene Unterrichtsveranstaltungen durchgeführt. Im Fall der Fälle finden anlassbezogene Gespräche statt und werden Schüler und Eltern auch zu Hause aufgesucht oder weitere Institutionen wie das Jugendamt eingeschaltet.

Neben dem Cop4U wird Präventionsunterricht von anderen Polizeibeamten in zivil und außerhalb der Dienstzeit durchgeführt. Pro Schulhalbjahr wird eine Doppelstunde für Präventionsarbeit in den Jahrgängen 5. bis 8. Klasse geleistet.

„Es ist ein ganzes Bündel an Präventionsmaßnahmen vorhanden“, fasst Claudia Loss zusammen. „Neben Cop4U und Präventionsunterricht existieren an den Schulen vielfach weitere spezielle Präventionsprogramme, die Schulbehörde stellt umfangreiches Material zur Verfügung und es existiert die Beratungsstelle Gewaltprävention.“

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