Ist die Notfallversorgung südlich der Elbe noch gesichert?

Ist die Notfallversorgung südlich der Elbe noch gesichert?

Seit Juli 2025 ist die Notaufnahme der Klinik Groß-Sand geschlossen. Die räumlich in Hamburg nächstliegenden Krankenhäuser, die an der Notfallversorgung teilnehmen, sind die Asklepios Kliniken Harburg und St. Georg sowie das Kath. Marienkrankenhaus. Südlich der Elbe können Notfälle somit nur noch durch die Asklepios Klinik Harburg versorgt werden. Lediglich für gynäkologische und pädiatrischen Notfälle steht auch die Notfallversorgung der Helios Mariahilf Klinik bereit. Im Juli und August 2025 meldete sich die Zentrale Notaufnahme der Asklepios Kliniken Harburg an acht Tagen von der Notfallversorgung temporär ab, nahm also wegen Überlastung nicht an der allgemeinen Notfallversorgung teil. Die Abmeldungen dauerten von wenigen Minuten bis zu knapp zwei Stunden. Bei temporären Abmeldungen fährt der Rettungsdienst das nächste geeignete und aufnahmebereite Krankenhaus an.
Bis 2017 nahm die Helios Mariahilf Klinik auch an der allgemeine Notfallversorgung teil. Das Haus hatte zwei Jahre zuvor einen Neubau bekommen und auch zusätzliche Abteilungen wie das Herzkatheterlabor in den Jahren zuvor eröffnet.
„Die Mariahilf Klinik ist gut aufgestellt und hat in der Vergangenheit dazu beigetragen, die Notfallversorgung im Bezirk zu gewährleisten“, meint die Ärztin und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Harburg, Eftichia Olowson-Saviolaki. „Durch den Wegfall der Versorgung in Groß-Sand müssen wir prüfen, ob eine Versorgungslücke entsteht, die durch eine Reaktivierung der Notfallversorgung in Mariahilf geschlossen werden kann.“
Dazu will Olowson-Saviolaki Vertreter der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, der Leitungen der Krankenhäuser Asklepios Klinik Harburg und Helios Klinik Mariahilf sowie der Innenbehörde in den nächsten Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit und Inklusion der Bezirksversammlung einladen.

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