Im Jahr 2024 erlitten in Deutschland rund 136.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Für die Überlebenschancen der Betroffenen ist der möglichst schnelle Beginn von Wiederbelebungsmaßnahmen entscheidend. Dabei kommt der Laienreanimation eine besondere Bedeutung zu. Dennoch wird derzeit nur in etwas mehr als der Hälfte der Fälle bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Schätzungen zufolge könnten dadurch jährlich bis zu 10.000 zusätzliche Menschenleben gerettet werden.
Bereits im Jahr 2014 empfahl der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz die Einführung von mindestens zwei Unterrichtsstunden Reanimationsunterricht pro Schuljahr ab der 7. Klasse. Bis heute ist diese Empfehlung jedoch nicht bundesweit verbindlich umgesetzt worden. Die Ärztekammer Hamburg fordert daher, den Reanimationsunterricht verpflichtend in den Lehrplänen zu verankern.
Wir wünschen einen Bericht der Schulbehörde im Ausschuss für Bildung und Sport:
An welchen Schulen im Bezirk Harburg wird bereits Reanimationsunterricht angeboten?
Welche Inhalte werden im Rahmen dieses Unterrichts vermittelt?
Wann ist die verbindliche Einführung des Reanimationsunterrichts an allen Schulen vorgesehen?
Wie viele Schulen im Bezirk Harburg sind derzeit mit Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) ausgestattet
