Schädlinge wüten im Fischbektal – SPD sorgt sich um die Zukunft der Heidelandschaft

Schädlinge wüten im Fischbektal – SPD sorgt sich um die Zukunft der Heidelandschaft

Mit Sorge betrachtet die SPD die Entwicklung in der Fischbeker Heide. Nachdem im vergangenen Jahr schon große Teile der Wulmstorfer Heide unter einem Schädlingsbefall leiden mussten, scheinen die Schädlinge ihren Weg nach Fischbek gefunden haben.
„Statt eines weiten lila Blütenmeeres blicken Besucher in ein blattloses grau-braunes, verdorrt und leblos anmutendes Fischbektal“, sagt Beate Pohlmann, Fachsprecherin der SPD für die Region Süderelbe. Schuld daran ist vermutlich ein Befall durch Heideblattkäfer (Lochmaea suturalis), eine Käferart aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Er ernährt sich von Besenheide (Calluna vulgaris) und anderen Heidearten. Der ausgewachsene Käfer verbringt den Winter im Schlafzustand in Moos oder Blättern unterhalb von Heidepflanzen. Nach Frühlingsanfang kann er mehrere Kilometer fliegen. Die Käfer fressen Heideblätter und -triebspitzen, die Larven fressen die Blätter bis auf die Außenhaut.
In manchen Jahren kommt es zu massiven Ausbreitungen, einer sogenannten Gradation, und erheblicher Schädigung der Heidegebiete. Die Massenvermehrung hängt mit der Niederschlagsmenge während der Entwicklung der Larven zusammen.
„Es scheint in den vergangenen Jahren eine Zunahme von Häufungen des Befalls zu geben und ein Zusammenhang mit dem Klimawandel ist durchaus plausibel“, bestätigt der Fachsprecher Umwelt und Vorsitzender der SPD Neugraben-Fischbek, Dr. Daniel Thewes.
Die herausragende Bedeutung der Heide aus ökologischer und auch touristischer Hinsicht – nicht nur im Naturschutz- und FFH-Gebiet Fischbeker Heide – sei unbestritten und habe für die Region identitätsstiftenden Charakter, finden die SPD-Politiker. Bislang habe sich die Heide immer wieder gut erholen können, doch die zunehmende Häufigkeit des Befalls ist eine neue Herausforderung. Daher fragen sie die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) nach deren Kenntnisstand über Zustand der Heide und Ausmaß der Schädigung und Lösungsmöglichkeiten in Fischbek aber auch darüber hinaus.
„Der Befall ist ja nicht lokal begrenzt und macht vor Landesgrenzen keinen Halt“, so Pohlmann. „Wenn hier Lösungen gefunden werden sollen, so kann das nur in Abstimmung mit dem Umland, also vor allem dem Landkreis Harburg, erfolgreich sein.“

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