SPD möchte Ausweitung des Hebammenzentrums

SPD möchte Ausweitung des Hebammenzentrums

„Mit dem Hebammenzentrum haben wir in Harburg einen Ort, an dem mehrere freiberufliche Hebammen als Team zusammenarbeiten. Dabei werden sie von einer Koordinatorin und einer Verwaltungsfachkraft unterstützt. Das gewährleistet hohe gemeinsame Qualitätsstandards und eine kontinuierliche Betreuung“, erläutert Eftichia Olowson-Saviolaki, Fachsprecherin Gesundheit der Harburger SPD-Fraktion
In Bezirk Harburg zeigte der Hebammenbericht von 2018 dass nur 8% der Familien mit einer Hebamme nach der Geburt betreut wurden und damit hatte Harburg hamburgweit die niedrigste Versorgungsquote. Diese Erkenntnisse hatte das Gesundheitsamt in Harburg dazu bewegt in Kooperation mit der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) eine Initiative ins Leben zu rufen und somit konnten in Arbeitsgruppen mit lokalen Hebammen die Arbeitsbedingungen vor Ort analysiert und konkrete Ideen gesammelt werden, um die Hebammenversorgung zu verbessern. Die zuständige Fachbehörde hat dann die Mittel für ein Hebammenzentrum in Harburg bereitgestellt und im Mai 2026 konnte das Zentrum schließlich eröffnet werden.
Jetzt wünscht sich die SPD die Ausweitung des Angebots auch nach Süderelbe, denn der Bedarf größer als das Angebot. Das Zentrum wird so gut angenommen, dass bereits Wartelisten entstehen. Gleichzeitig können aus Kapazitätsgründen insbesondere Familien aus Neuwiedenthal und Neugraben-Fischbek derzeit nicht erreicht werden und die Beratung findet im Zentrum im Ärztehaus am Sand statt und nicht in der häuslichen Umgebung.
„Wir wissen, dass eine wohnortnahe Hebammenversorgung insbesondere für Familien mit niedrigen Sozialstatus sehr wichtig ist. Studien zeigen, dass Frauen mit niedrigem Einkommen deutlich seltener frühen Kontakt zu einer Hebamme haben. Zusätzlich bestehen deutliche Engpässe bei der kinderärztlichen Versorgung vor Ort. Dadurch bekommt die Rolle der Hebamme eine noch größere Bedeutung, denn sie stärkt die Gesundheitskompetenz der jungen Familien“, so Olowson-Saviolaki. „Hebammenversorgung ist keine freiwillige Zusatzleistung. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der gesundheitlichen Versorgung und eine konkrete Unterstützung für Familien.“

 

Foto: Christiane Terner, Koordinatorin Hebammenzentrum; Eftichia Olowson-Saviolaki, SPD-Fraktion Harburg

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